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Goldgewinne setzen sich bei Rekordpreisen fort

 
Privatanleger in Deutschland verkaufen weiterhin mehr Gold als sie kaufen, wie unsere Daten heute zeigen. Die Gewinnmitnahmen sind jedoch geringer als bei anderen westlichen Anlegern, obwohl der Preis des „sicheren Hafens“ ein neues Allzeithoch erreicht hat.
 
BullionVault-Kunden, von denen neun von zehn in Nordamerika oder Westeuropa leben, haben netto insgesamt 1,6 Tonnen Gold verkauft seit ihre Bestände Ende August einen neuen Rekord von 48,2 Tonnen erreicht hatten. Das brachte 99 Millionen Euro ein. Der Wert des Goldes, das sie weiterhin in professionellen Tresoren lagern, ist inzwischen um 7,9 Prozent in Euro gestiegen und hat mit über 2,8 Mrd. Euro einen neuen Rekordwert erreicht.
 
Innerhalb dieses Abflusses haben die in Deutschland lebenden Investoren 4,1 Prozent des Goldes, das sie in den letzten zehn Jahren erworben hatten, verkauft. Bei den übrigen BullionVault-Kunden liegt diese Zahl bei 12,1 Prozent.
 
Gold-Investor-Index Deutschland Februar 2024 Quelle: BullionVault
 
„Da Gold keine Erträge abwirft, könnten die heutigen Rekordpreise dadurch gefährdet sein, dass die Zentralbanken, allen voran die US-Notenbank und die EZB, die Zinssätze länger hochhalten, um die Inflation zu bekämpfen“, sagt Adrian Ash, Director of Research bei BullionVault. „Auch wenn ein Rückschlag des Goldpreises nicht garantiert ist, könnte jede Preisdelle eine gute Gelegenheit sein, sich in die zugrunde liegende Stärke des Edelmetalls einzukaufen. Obwohl der jüngste Anstieg des Goldpreises auf neue Rekordhöhen auf einen Anstieg der spekulativen Wetten zurückzuführen ist, ist die physische Nachfrage nach Gold aus den wichtigen Verbrauchermärkten China und Indien weiterhin hoch. Auch die Nachfrage der Zentralbanken nach Gold ist nach wie vor historisch hoch, was eindeutig dazu beiträgt, den Goldpreis in die Höhe zu treiben, da die Staaten das Edelmetall als sicheren Hafen angesichts der sich verschlechternden geopolitischen Lage bevorzugen.“
 
Während deutsche Anleger im Februar gewichtsmäßig Netto-Goldverkäufer waren, blieb die Zahl der in Deutschland lebenden Käufer größer als die Zahl der Verkäufer, sodass der Gold-Investor-Index Deutschland (GII DE) unverändert gegenüber Januar 2024 bei 53,1 lag. Er lag damit 1,5 Punkte über dem Neun-Jahres-Tief vom Dezember und auch 1,9 Punkte über dem globalen GII, was der größte Abstand seit Oktober ist. Dies ist jedoch immer noch weniger als die Hälfte der durchschnittlichen Spanne zwischen dem GII DE und dem Rest der Welt in den vergangenen zehn Jahren, als die von der EZB auferlegten Negativzinsen für Bankguthaben eine starke und anhaltende Goldnachfrage unter deutschen Anlegern auslösten.

Adrian Ash ist Head of Research / Leiter der Forschungsabteilung bei BullionVault, der weltweit führenden Handelsplattform für physische Gold- und Silberbarren. Zuvor war er Redaktionsleiter bei Fleet Street Publications und City-Korrespondent für das Daily Reckoning. Er ist u.a. regelmäßiger Autor für Forbes und BBC. Außerdem ist seine Meinung als Goldmarkt-Experte bei renommierten Medien und Finanzdienstleistern wie der Financial Times, The Economist, Bloomberg und dem Stern gefragt.

Hinweis: Der Inhalt dieser Webseite ist dazu gedacht, den Leser zum Nachdenken über wirtschaftliche Themen und Ereignissen anzuregen. Aber nur Sie selbst können entscheiden, wie Sie Ihr Geld anlegen und tragen die alleinige Verantwortung hierfür. Informationen und Daten können zudem durch aktuelle Ereignisse bereits überholt sein und sollten durch eine zusätzliche Quelle bestätigt werden, bevor Sie investieren.

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