Gold News

Gold durchbricht 1.800-Dollarmarke

"Cold War Mindset" spitzt sich zu...
 
LONDON Goldpreise sprangen am Donnerstagnachmittag auf ein neues 10-Wochenhoch und durchbrachen die Marke von $1.800 je Unze inmitten einer neuen Ost-West-Rhetorik des "Kalten Krieges", Aktienmärkte mit längerfristigen Anleiherenditen fielen, wohingegen die Inflationsprognosen stiegen, nachdem die US-Notenbank versprochen hatte, ihre Nullzins- und Rekord-QE-Politik beizubehalten.
Das Weiße Hause sollt heute zum ersten Mal seit dem Regierungswechsel Handelsgespräche mit Peking beginnen, aber "es gibt eine allgemeine Sorge vor Fehlkalkulationen und vor Zwischenfällen" zu Chinas anhaltende Kriegslust gegenüber seinen Nachbarn, so Bidens Asien-Sprecher.
Peking setzte heute die Kooperationsgespräche mit Canberra auf unbestimmte Zeit aus und warf der australischen Regierung "Mentalität des kalten Krieges" aufgrund Chinas Initiative für den Handel vor.
Silber und Gold sprangen auf den höchsten Stand seit Ende Februar, durchbrachen zum zweiten Mal in dieser Woche die 27-Dollarmarke je Unze und legten gegenüber dem letzten Freitag um 5,3% zu.
Die Nachricht, dass US-Präsident Joe Biden die Forderung der Welthandelsorganisation (WTO) unterstützt, Impfstoffpatente auszusetzen, um die Kosten für ärmere Länder zu senken, ließ die Kurse von Pharma- und Biotech-Aktien sinken, während die Zahl der Covid-Fälle und -Todesfälle in Indien - der zweitbevölkerungsreichsten Nation der Welt - inzwischen neue Tagesrekorde verzeichnete.
Die längerfristigen Kreditkosten fielen erneut, wobei die Renditen 10-jähriger US-Anleihen nun ein Viertel des vorherigen Anstiegs von 2021 auslöschten und auf den höchsten Stand seit dem Vorabend der Covid-Krise Anfang letzten Jahres fielen, nämlich auf 1,56%.
Die Renditen inflationsgeschützter Anleihen fielen noch schneller und sanken auf -0,93 % bei den 10-jährigen TIPS.
Zusammengenommen bedeutete dies, dass die 10-jährige Breakeven-Rate - das implizite Inflationstempo, das nun vom Anleihemarkt prognostiziert wird - auf 2,49% pro Jahr anstieg, den höchsten Wert dieser "Prognose" seit April 2013.
Die US-Inflation liegt seither im Durchschnitt bei 1,8 % auf Basis der von der Federal Reserve bevorzugten PCE-Messung.
Der Goldpreis erreichtekurz vor der Londoner Benchmark-Auktion  $1.813 je Unze und stieg in der bisherigen Woche um 2,6%.
"Ich erwarte, dass dieser Aufwärtsdruck [auf die Verbraucher- und Fabrikpreise] nachlässt, nachdem die vorübergehenden Versorgungsengpässe behoben sind", sagte Fed-Gouverneurin Michelle Bowman in einer Rede am Mittwoch.
"Das Risiko, dass die Inflation dauerhaft über unserem langfristigen Ziel von 2% bleibt, scheint immer noch gering zu sein...Ich denke, wir sind derzeit auf einem guten Weg."
"Meiner Ansicht nach wird sich diese Beschleunigung des Preisanstiegs wahrscheinlich als vorübergehend erweisen", stimmte Eric Rosengren, Präsident der Boston Fed, in einem separaten Kommentar zu.
"Toilettenpapier und Clorox waren zu Beginn der Pandemie knapp...Viele der Faktoren, die die Preise in diesem Frühjahr in die Höhe treiben, werden wahrscheinlich ähnlich kurzlebig sein."
"Die US-Notenbank drückt weiter auf die Tube", zitiert Reuters einen Broker, "[was] gut für Gold ist, weil es die Renditen niedrig hält."
Die Bank of England prognostizierte heute das schnellste Wirtschaftswachstum seit dem 2. Weltkrieg, behielt aber ihren Leitzins bei Null und ließ ihr Ziel für die QE-Anleihekäufe in Höhe von 895 Mrd. Pfund unverändert, verlangsamte lediglich das monatliche Tempo.
Dennoch durchbrach der britische Goldpreis in Pfund je Unze heute zum ersten Mal seit Mitte Februar die Marke von £1.300 und stieg in der bisherigen Woche um 2,0 %.
Der Goldpreis in Euro durchbrach ebenfalls seine nächste runde Zahl und stieg über €1.500 je Unze.
Der Impfstoffpartner von Pfizer, BioNtech, verlor heute zur Marktbeginn an der Frankfurter Börse 15%, bevor er sich auf einen Tagesverlust von 6% erholte, während der US-Aktienindiz weiter vom neuen Allzeithoch des vergangenen Monats abrutschte.
Nachdem die gestrige Schätzung des US-Arbeitsplatzwachstums im April unter den Prognosen der Wall Street lag, wenn auch mit dem vierthöchsten Anstieg in der Geschichte, besagten neue Daten heute, dass die Anträge auf Arbeitslosenunterstützung in der letzten Woche über den Erwartungen von Experten lagen.
Die offizielle Schätzung des Bureau of Labor Statistics für April soll am Freitag veröffentlicht werden.
"Was aus den jüngsten Wirtschaftszahlen aus den USA und China deutlich wird", so die Edelmetallmarkt-Analystin Rhona O'Connell von StoneX, "ist, dass die Versorgungsunterbrechungen die wiederauflebende Aktivität untergraben.
"Die Inflationsprobleme werden derzeit durch Lieferengpässe verschärft. Sobald diese ausgebügelt sind, sollte sich der Preisanstieg wieder abschwächen, vor allem angesichts der hohen Arbeitslosigkeit."

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BullionVault ist Vollmitglied des professionellen Londoner Goldmarktes, der London Bullion Market Association (LBMA). 2009 erhielt BullionVault den renommierten Unternehmenspreis Queen´s Award für seine Innovation, Privatpersonen Zugang zum professionellen Goldmarkt zu ermöglichen. Im April 2014 folgte der Queen’s Award für internationalen Handel. Aufgrund seines Services wurde BullionVault in 2014 von den Lesern der englischen Wirtschaftszeitschrift MoneyWeek zum besten Goldbroker gewählt.

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