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Stimmung der deutschen Anleger fällt so schnell wie seit 6 Jahren nicht mehr

Die Stimmung gegenüber physischem Gold ist unter deutschen Anlegern im April von einem Post-Pandemie-Rekord gesunken und verzeichnete den stärksten Rückgang seit 6 Jahren. Zu diesem Ergebnis kommt der weltweit führende Marktplatz für Edelmetalle BullionVault

Der einzigartige Indikator für private Investitionsentscheidungen von BullionVault – der Gold-Investor-Index (GII) – misst die Zahl der Goldkäufer im Verhältnis zu den Verkäufern auf dem weltweit führenden Marktplatz für Edelmetalle. Dieser wird mittlerweile von über 130.000 Menschen weltweit genutzt und verwaltet sicher gelagertes Gold, Silber, Platin und Palladium im Wert von 7,9 Milliarden Euro für seine Kunden.

Der Beginn des Iran-Krieges im März sowie ein starker Preisrückgang bei physischem Edelmetall ließen den GII Deutschland auf den höchsten Wert seit den Corona-Lockdowns 2021 steigen. Im vergangenen Monat verzeichnete er dann jedoch den schnellsten Rückgang seit April 2020, da sich der Preisverfall von Gold nach dem Neujahrs-Anstieg auf neue Allzeithochs verlangsamte.

„Das Goldfieber kühlt merklich ab“, sagt Adrian Ash, Director of Research bei BullionVault. „Die Stimmung bei deutschen Goldinvestoren ist so schnell gefallen, wie seit dem Abklingen des ersten Schocks der Corona-Krise nicht mehr. Die weltweite Stimmung verzeichnete den stärksten Rückgang, seit sich die globale Finanzkrise 2012 abzuschwächen begann.“

„Weltweit hat sich die Zahl der Erstinvestoren in physische Edelmetalle im vergangenen Monat gegenüber März halbiert. Dies galt jedoch auch für das Gewicht der Gewinnmitnahmen durch bestehende Eigentümer. Unter dem Strich kaufen Privatanleger Gold zu diesen niedrigeren Preisen, nur ohne das Feuerwerk und den Lärm des historischen Neujahrsansturms.“

Deutsche Gold-Stimmung sinkt Quelle: BullionVault, LBMA

Nachdem der Absturz des Goldpreises im März eine Rekordzahl von Käufern weltweit zu BullionVault gelockt hatte, fiel der globale GII im April auf 55,1 – den niedrigsten Wert seit vergangenem November. Das entspricht einem Rückgang von 5,6 Punkten gegenüber dem 67-Monats-Hoch vom März.

Der GII Deutschland fiel derweil noch stärker – um 6,7 Punkte auf den niedrigsten Stand seit September und verzeichnete damit den steilsten Rückgang seit April 2020.

Weltweit halbierte sich die Zahl der Erstnutzer auf BullionVault im April nahezu im Vergleich zum März. Sie sank um 45,9 Prozent auf den niedrigsten Stand seit August, liegt damit aber immer noch gut ein Drittel über dem Monatsdurchschnitt der vergangenen fünf Jahre (plus 37,8 Prozent).

Auch das gesamte Handelsvolumen bei Gold hat sich gegenüber März halbiert. Es sank auf Euro-Basis um 52,2 Prozent auf 161 Millionen Euro und fiel damit auf nur ein Sechstel des Rekordniveaus vom Januar.

Allerdings halbierte sich im vergangenen Monat im Vergleich zum März auch das Gewicht der Gewinnmitnahmen unter bestehenden Goldbesitzern (minus 52,7 Prozent), was dazu beitrug, dass die Nettonachfrage den zweiten Monat in Folge positiv ausfiel. Dadurch stieg die Gesamtmenge des Goldes im Besitz von BullionVault-Nutzern um weitere 0,2 Prozent auf den höchsten Stand seit November – 43,5 Tonnen im Wert von 5,5 Milliarden Euro.

„Gold ist angesichts eines abkühlenden Marktes nun ganz offensichtlich in eine Phase stagnierender, wenn nicht gar fallender Preise eingetreten“, sagt Ash. „Aber die langfristigen Treiber des zugrundeliegenden Bullenmarktes bei Gold bleiben absolut intakt. Die Zentralbanken bauen ihre Goldreserven weiter aus, während das Vertrauen und politische Allianzen zerbrechen. Die Staatsverschuldung, die Entwertung von Währungen und die Notwendigkeit, das Anlagerisiko zu streuen, verschärfen sich nur noch, da die Rückkehr von Trumps Handelskrieg mit dem Energiepreisschock des Iran-Konflikts kollidiert.“

„Die Dauer-Krise der 2020er Jahre, die mit der Corona-Pandemie begann, zeigt keine Anzeichen einer Entspannung. Und auch wenn der Iran-Krieg bisher dafür gesorgt hat, dass Öl die optimistischen Wetten auf Gold und Silber abwürgt, so haben schlechte Nachrichten doch die Eigenschaft, sich langfristig als gut für den Goldpreis und Goldinvestitionen zu erweisen.“
 

Adrian Ash ist Head of Research / Leiter der Forschungsabteilung bei BullionVault, der weltweit führenden Handelsplattform für physische Gold- und Silberbarren. Zuvor war er Redaktionsleiter bei Fleet Street Publications und City-Korrespondent für das Daily Reckoning. Er ist u.a. regelmäßiger Autor für Forbes und BBC. Außerdem ist seine Meinung als Goldmarkt-Experte bei renommierten Medien und Finanzdienstleistern wie der Financial Times, The Economist, Bloomberg und dem Stern gefragt.

Hinweis: Der Inhalt dieser Webseite ist dazu gedacht, den Leser zum Nachdenken über wirtschaftliche Themen und Ereignissen anzuregen. Aber nur Sie selbst können entscheiden, wie Sie Ihr Geld anlegen und tragen die alleinige Verantwortung hierfür. Informationen und Daten können zudem durch aktuelle Ereignisse bereits überholt sein und sollten durch eine zusätzliche Quelle bestätigt werden, bevor Sie investieren.

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