Gold-Lexikon

Goldmünzen

GoldmünzeGoldmünzen (Engl. "gold coins") sind eine der ältesten Geldformen. Als erstes muss man jedoch zwischen numismatischen Sammlermünzen und normalen Anlagemünzen unterscheiden.

Sammlermünzen sind nicht nach ihrem Inhalt an Feingold bewertet, sondern nach Seltenheit und Schönheit des Designs. Daher ist ihr Wert im Laufe der Zeit teilweise sehr volatil. Wer an Münzen zur reinen Goldanlage interessiert ist, sollte auf keinen Fall numismatische Münzen sammeln.

Der südafrikanische Krügerrand (Engl. "Krugerrand") oder die Wiener Philharmoniker, die es sowohl aus Gold als auch aus Silber gibt, sind typische Beispiele sehr bekannter Goldmünzen. Es gibt über 54 Mio. 1/2 Unze und 1 Unze Goldkrügerrand-Münzen im Umlauf, deren Prägung seit 1967 erfolgt. Daher ist der Krügerrand alles andere als eine Sammlermünze!

1986 war für den Krügerrand ein besonderes Jahr: Wegen der andauernden Apartheid beschlossen die EU und USA, Sanktionen gegen Südafrika einzuführen und südafrikanische Produkte inkl. den Krügerrand zu boykottieren. Obwohl der Kauf, Handel und Besitz von Krügerrand niemals in Europa verboten wurden, ersetzte mehr oder weniger die kanadische Goldmünze Maple Leaf den Krügerrand. Dies verursachte einen Einbruch der Herstellung und des Vertriebs dieser Münze, die sich bis heute nie ganz erholte.

Das Einfuhrverbot wurde 1999 aufgehoben. Heutzutage wird der Krügerrand jedoch meist etwas billiger als andere Goldmünzen gehandelt.

Weit verbreitete Goldmünzen werden meistens zu einem ähnlichen Preis gehandelt, der aber trotzdem zwischen 2% und 7% über dem Goldspotpreis liegt. Wenn Sie Goldmünzen kaufen, kostet es Sie zusätzlich rund 2% - 7% Ihres darin investierten Kapitals. Und es kostet Sie wieder 2% - 7%, wenn Sie diese wieder verkaufen.

Warum? Wenn Sie Goldmünzen kaufen, entstehen zusätzlichen Kosten aus "einer Anzahl von Faktoren", so Michael Clark von Solidus Associates in Delaware, ein Edelmetallhändler mit 25 Jahren Erfahrung.

Die Faktoren, die Golmünzen für private Käufer und Investoren so teuer werden lassen, sind u.a. "die Prägung, der Vertrieb und die Verwaltungskosten, die die Münzen oder die Raffinerien tragen, um die Münzen herzustellen", so Clark, "plus ein Aufpreis für den Verkauf und eine Prämie für den Grosshändler. Die Einzelhändler wiederum werden auch einen Aufschlag hinzurechnen, um einen kleinen Profit aus dem Verkauf der Münzen auf den Anlegermarkt zu erwirtschaften".

In anderen Worten werden die Kosten der Veredlung, der Prägung, des Transports, der Versicherung und des Verkaufs der Goldmünzen dem Endkäufer - Ihnen - hinzugerechnet. Aus dem gleichen Grund kostet Sie der Verkauf dieser Münzen potentiell den gleichen Aufpreis.

Goldbarren: Keine Prämie, kein Aufpreis

Goldmakler in London, das Zentrum des Marktes für physisches Gold weltweit, zahlen keine Prämie (weder 7% noch 2%) für das physische Gold, das sie handeln.

Stattdessen können sie aber einen Aufschlag von nur 0,50 USD für die Zuweisung und den Transport der Goldbarren verlangen - nur 0,06% bei den aktuellen Goldpreisen.

Diese Händler auf dem Londoner Goldmarkt handeln Goldbarren, die etwa 400 Unzen pro Barren wiegen. Die Goldbarren in New York wiegen entweder 100 Feinunzen oder 1 Kilo; die Größe der Goldbarren in der Schweiz sind unterschiedlich. Barren, die über 1 Kilo wiegen, werden auch Handelsbarren genannt.

Ganz gleich, wie groß die Goldbarren sind, müssen sie garantiert 99,5% oder mehr Feingoldinhalt aufweisen, um auf dem professionellen Goldmarkt gehandelt werden zu können. Die London Bullion Market Association (LBMA) legt für Handelsbarren auch folgendes fest:

- Markierung: die Seriennummer der Barren, die Prägung des anerkannten Veredlers, den Feinheitsgrad (der Reinheitsprozentsatz 99,5% wird in der Fachindustrie als 995 pro Tausend angegeben) und das Herstellungsjahr (vier Ziffern). Diese Merkmale müssen bei Good Delivery Barren auf der breitesten Barrenseite geprägt werden.

- Aussehen: Alle Barren dürfen weder Mulden, Ungleichmäßigkeiten und Schichtungen noch übermäßige Schrumpfungen aufweisen. Sie sollen leicht zu hantieren und leicht stapelbar sein.

Professionelle Goldmakler nehmen ganz einfach keine Goldbarren an, die diesen Standards nicht entsprechen. Das ist der Grund, warum kleine Goldbarren, die wie Goldmünzen im Einzelhandel von privaten Anlegern und Käufern gehandelt werden, nicht zum vollen Preis gekauft bzw. verkauft werden - und die Aufpreise sowohl beim Ankauf als auch beim Verkauf Ihre Gewinnspanne schmälern würden.

Allerdings gibt es eine Möglichkeit, wie Privatanleger direkten Zugang zu dem professionellen Goldmarkt gewinnen können. Über BullionVault können such Sie den Aufpreis vermeiden und mit größtmöglicher Sicherheit in Gold investieren. Bei Interesse können Sie hier mehr darüber erfahren.

Goldmünzen FAQ

Der Wert von Goldmünzen wird berechnet, indem der Goldgehalt der Münze mit dem aktuellen Goldpreis in der vom Käufer gewählten Währung multipliziert wird. Der Käufer (oder Verkäufer) muss dann einen Preisaufschlag (oder Händlerrabatt) von 3-8% oder mehr einkalkulieren, was bedeutet, dass sich der Wert einer Goldmünze mit dem aktuellen ‘Spotpreis‘ des Goldes ändert, dem Sie mit dem Live Preis-Chart auf BullionVault folgen können.

Bei numismatischen Goldmünzen steht der Wert in weniger direkter Beziehung zum Goldgroßhandelsmarkt. Ihr Wert wird durch die Seltenheit der Münze, ihren Sammlerwert und der Käuferstimmung bestimmt und nur nicht durch ihren reinen Goldgehalt. Dies bedeutet, dass er kurzfristig weniger schwankungsanfällig ist.

Da alle 1 oz Goldmünzen 1 Unze Feingold enthalten, ist der zugrunde liegende Wert bei jeder Goldmünze derselbe. Die verschiedenen Münzen können jedoch geeigneter oder weniger vorteilhaft erscheinen, wenn man die Spanne zwischen Kauf- und Verkaufspreis berücksichtigt, denn die Käufer müssen einen Aufschlag auf den Wert der Goldmünze zahlen, und die Verkäufer erhalten in der Regel weniger als diesen Wert zurück.

Der Wert von Goldmünzen wird berechnet, indem der Goldgehalt der Münze mit dem aktuellen Goldpreis in der vom Käufer gewählten Währung multipliziert wird. Daher ist der ‘Spotpreis‘ aller 1 oz Goldmünzen mit demselben reinen Goldgehalt derselbe. Die erste 1 oz Goldanlagemünze, die geprägt wurde, war der südafrikanische Krügerrand, der nach wie vor eine der beliebtesten Goldmünzen der Welt ist.

Für britische Steuerzahler scheint die 1 oz Britannia die beste Goldmünze zu sein, da sie beim Verkauf keine Kapitalertragssteuer abwirft. Aber das ist für britische Anleger fast immer ein Ablenkungsmanöver, denn die zusätzlichen Kosten, die beim Kauf und Verkauf von Britannias anfallen, machen den voraussichtlichen Profit für die meisten Menschen schnell wieder wett.

Investitionen in Gold gelten in der Regel als gute Möglichkeit, sich im Rahmen eines ausgewogenen Portfolios gegen Risiken abzusichern. Goldmünzen folgen in der Regel dem Muster des professionellen Goldmarktes, d. h. sie steigen im Wert, wenn andere Anlagewerte in Zeiten von Finanzkrisen oder Wirtschaftsabschwüngen fallen.

Die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis kann jedoch sehr groß sein und bei einigen Münzen bis zu 10-15% betragen. Diese Kosten sollten berücksichtigt werden, wenn man Goldmünzen als Anlage in Betracht zieht.

Der Wert von Goldmünzen für Sammler - auch numismatische Münzen genannt - hängt eher von ihrer Seltenheit und den Trends beim Sammeln ab als von ihrem reinen Goldgehalt.

Das hängt davon ab, in welchem Land Sie leben. Im Vereinigten Königreich beispielsweise verkaufen Banken keine Goldmünzen, und in den USA oder Kanada gibt es nur wenige Banken, die Goldmünzen verkaufen. Deutsche Banken bieten jedoch häufig die Möglichkeit, Goldbarren oder -münzen in ihren Filialen vor Ort zu kaufen.

Auch wenn Banken an Ihrem Wohnort möglicherweise keine Goldmünzen verkaufen, stellen viele nationale Münzprägeanstalten Goldanlagemünzen sowie seltenere Goldmünzen in limitierter Auflage her. Die Royal Mint in Großbritannien gibt beispielsweise sowohl eine reguläre Version ihrer Gold-Sovereign-Münze als auch Gedenkausgaben heraus, wie die 2012 Royal Mint Gold-Sovereign-Münze, die anlässlich des diamantenen Thronjubiläums der Queen geprägt wurde.

Das Karat-System wird am häufigsten bei Schmuck verwendet. Viele 1 oz Goldmünzen haben jedoch 24 Karat, was bedeutet, dass sie zu mindestens 99,99% aus reinem Gold bestehen, unter anderem britische Britannias, amerikanische Buffalos, australische Kängurus, österreichische Philharmoniker und kanadische Maples.

Während Goldmünzen mit 24-Karat einen Feingehalt von 9999 Tausendsteln aufweisen, haben andere sehr beliebte Münzen wie der British Sovereign und der American Eagle einen Feingehalt von 22 Karat = 0,9167.

Goldbarren für den Großhandel müssen einen Feingehalt von 995 Teilen pro 1.000 reinem Gold aufweisen. Aber hier, auf dem professionellen Markt, zahlen Sie immer nur für den Feingoldgehalt. Für die anderen 5 Teile pro Tausend zahlt niemand.

Hinweis: Dieser Artikel ist dazu gedacht, Sie zu informieren und nicht, um Ihre Investitionsentscheidungen zu beeinflussen. Nur Sie selbst können entscheiden, wie Sie Ihr Geld anlegen und tragen die alleinige Verantwortung hierfür. Ferner sind vergangene Preistrends keine Garantie für zukünftige Kursentwicklungen. Falls Sie Zweifel bezüglich der Angemessenheit einer Investition haben, empfehlen wir Ihnen, sich unabhängige Finanzberatung einzuholen.

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