Stärkster Goldpreis-Rückgang seit 2013 lockt Schnäppchenjäger an
8. Juli 2026 – Der stärkste monatliche Preisrückgang bei Gold seit dem Einbruch im Jahr 2013 führte dazu, dass die Zahl der Privatanleger in Deutschland, die sich im Juni auf dem weltweit führenden Handelsplatz BullionVault für den Kauf des Edelmetalls entschieden, um fast ein Fünftel stieg.
Angetrieben von einer für diese Jahreszeit ungewöhnlich starken Nachfrage seitens Erstinvestoren konnte diese Nachfrage die Verkäufe bestehender Goldbesitzer weltweit jedoch nicht ganz ausgleichen. Am ehesten verkauften Anleger, die sich erst in den letzten zwei Jahren – während der Rekordserie neuer Höchstpreise – zum Kauf von Gold entschlossen hatten.
Bei einigen Goldanlegern hat sich die Angst, etwas zu verpassen, von der Jagd nach höheren Kursen hin zum Ausstieg gewandelt, für den Fall, dass die Preise weiter fallen.
Diesen Verkäufen stehen jedoch Schnäppchenjagden sowohl von langfristigen als auch von neuen Goldanlegern gegenüber. Die Stimmung ist insgesamt sehr positiv und liegt über dem historischen Durchschnitt.
Der monatliche Durchschnittspreis für Gold fiel im Juni gegenüber Mai um 6,3 Prozent in Euro auf den tiefsten Stand seit Dezember und lag bei 3.680 € pro Feinunze. Dies war der stärkste Rückgang in Euro seit Juni 2013 (-6,5 %). Mit einem Rückgang von 13,3 Prozent gegenüber dem Rekordhoch vom Februar war dies zugleich der stärkste Einbruch innerhalb von vier Monaten seit dem Goldpreiscrash im Frühjahr 2013 (-19,0 %).
Als Reaktion darauf stieg die Zahl der Privatanleger in Deutschland, die sich für den Kauf von Gold bei BullionVault entschieden – einer Plattform, die mittlerweile von mehr als 130.000 Menschen aus 175 Ländern weltweit genutzt wird –, gegenüber Mai um 17,9 Prozent während die Zahl der Verkäufer gegenüber dem 10-Monats-Tief im Mai um 59,8 Prozent in die Höhe schoss.
Zusammen führte dies zu einem Anstieg des Gold-Investor-Index Deutschland (GII DE) um 0,3 Punkte auf 58,6 – einen halben Punkt über seinem langfristigen Durchschnitt und der höchste Wert auf BullionVaults einzigartigem Stimmungsbarometer seit dem Corona-Rekordwert von 62,6 im März.
Der Gold-Investor-Index würde bei 50,0 liegen, wenn die Zahl der Käufer und Verkäufer über den gesamten Monat hinweg genau gleich wäre.

Die Zahl der Menschen weltweit, die zum ersten Mal bei BullionVault Edelmetalle gekauft haben, stieg im vergangenen Monat um 10,9 Prozent gegenüber dem 10-Monats-Tief vom Mai und erreichte damit den zweithöchsten Juni-Wert in der 22-jährigen Geschichte des in London ansässigen Fintech-Unternehmens – direkt hinter dem Juni 2020, dem Sommer der Corona-Lockdowns im Westen.
Da 9 von 10 BullionVault-Nutzern in Westeuropa oder Nordamerika ansässig sind, ist zu Beginn des Sommers auf der Nordhalbkugel häufig ein Rückgang der Zahl der Erstinvestoren zu beobachten, wobei der Juni um 14,6 Prozent hinter dem monatlichen Durchschnitt des jeweiligen Gesamtjahres zurückbleibt.
Als Gegengewicht zur Nachfrage wurden die Goldverkäufe im Juni dieses Jahres vor allem von BullionVault-Nutzern getrieben, die erstmals im Jahr 2025 oder 2026 Gold gekauft hatten; sie machten fast jeden Dritten (30,7 %) der Verkäufer des vergangenen Monats aus, während sie zu Beginn des Juni weniger als jeden Vierten der Goldbesitzer stellten (24,1 %).
Damit war die Wahrscheinlichkeit, dass neue Anleger aus den letzten 18 Monaten verkauften (36,3 %), um gut ein Drittel höher als bei BullionVault-Nutzern, die ihren ersten Kauf in den vorangegangenen 20 Jahren getätigt hatten.
Nach dem Einstieg in einen derart dramatischen Bullenmarkt, ist es nur natürlich, dass neu hinzugekommene Anleger bei nachgebenden Preisen nervös werden. Doch die anhaltende Stärke bei neuen Goldinvestments deutet darauf hin, dass der Anstieg zum Jahreswechsel nicht einfach nur eine durch die Dynamik getriebene Manie war. Die Preise fielen zwischen März und Juni stark, dennoch gehörte das zweite Quartal 2026 bei den Kontoeröffnungen neuer deutscher Anleger bei BullionVault zum obersten Dezil.
Gesamtgewichtsmäßig waren die BullionVault-Nutzer weltweit im vergangenen Monat sehr leichte Nettoverkäufer von Gold und reduzierten ihre Gesamtbestände gegenüber dem 6-Monats-Hoch im Mai um lediglich 16 Kilogramm (-0,04 %) auf 43,6 Tonnen.
Dieses Gold, das nun einen Wert von 4,9 Milliarden Euro hat, ist vollständig gesichert und versichert – je nach Wahl des Kunden in London, New York, Singapur, Toronto oder (am beliebtesten) Zürich.




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