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Goldpreis zwischenzeitlich auf 12-Monatshoch

Die Rallye des Goldpreises setzte sich gestern mit neuer Wucht fort: Die hohe Nachfrage nach Gold als Sicherem Hafen ließ den Preis für eine Unze des gelben Metalls zwischenzeitlich auf ein 12-Monatshoch bei 1.260 USD pro Unze schießen. Aktuell kostet Gold immer noch mehr als 1.240 USD je Unze.

Auslöser für die Goldpreisrallye waren weitere, starke Kursverluste der Aktienmärkte weltweit. Die Sorgen um den Zustand der Weltwirtschaft nehmen zu, sodass der Goldpreis in den vergangenen sechs Wochen mittlerweile um rund 15% gestiegen ist. Auch der Silberpreis konnte profitieren, liegt aktuell wieder bei deutlich über 15 USD pro Unze.

Weltweit scheuten Investoren und Trader am gestrigen Donnerstag angesichts der erneut schwachen Aktienmärkte das Risiko. Die weiter extrem schwachen Ölpreise, Sorgen um das europäische Finanzsystem und schwache Wachstumsaussichten für die Weltwirtschaft kommen zusammen und verunsichern die Märkte extrem.

Und einmal mehr steigen die Sorgen um die Verschuldung europäischer Länder, da die Anleiherenditen mehrerer EU-Staaten in den letzten Wochen stark gestiegen sind. Die Ausnahme ist Deutschland, dessen Anleihen als von hoher Qualität und als Sicherer Hafen betrachtet werden. Die Renditen deutscher Anleihen liegen derzeit auf Rekordtiefs im negativen Bereich.

Die Ölpreise an der Nymex gaben weiter nach und lagen Donnerstagnachmittag unter 27 USD pro Barrel. Der Verkaufsdruck dieser Woche hat das Nymex-Rohöl in die Nähe eines 12-Jahrestiefs gedrückt.

Auch die Aussagen von Fed-Chefin Janet Yellen vom Donnerstag vor einem Senatskomitee wirkten sich positiv auf den Goldpreis auf. Yellen erklärte, dass negative Zinsen in den USA nicht ausgeschlossen werden könnten, was dem Goldmarkt weiteren Auftrieb gab. Schon ihre Aussagen vor dem Repräsentantenhaus am Mittwoch waren teilweise für den Verkaufsdruck auf die Aktienmärkte verantwortlich gemacht worden. Viele Marktteilnehmer bezweifeln nun, dass die Fed in der Lage sein wird, die Zinsen in den USA dieses Jahr weiter anzuheben, wie es eigentlich geplant war.

Der World Gold Council übrigens gab einen Bericht heraus, der besagte, dass die weltweite Goldnachfrage im vergangenen Jahr gegenüber 2014 nicht gestiegen sei. Andererseits werde ein geringeres Angebot im laufenden Jahr sich wahrscheinlich positiv auf den Goldpreis auswirken, hieß es.

Björn Junker ist Chefredakteur von GOLDINVEST.de und verfügt über langjährige Erfahrung im Rohstoffsektor. Er erstellt Hintergrundberichte und aktuelle Kommentare zum Geschehen an den Rohstoffmärkten und verfolgt die Entwicklung ausgewählter Minengesellschaften aus dem Bereich der Edelmetalle, Basismetalle und sonstiger Rohstoffe.

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