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Aussicht auf Brexit-Verschiebung lässt Goldpreis sinken

GOLD Auf dem Londoner Spotmarkt hatte Gold in Dollar einen Kursrutsch zu verzeichnen, in anderen Währungen stürzten die Preise in ein Wochentief.

Börsenmärkte und Staatsanleihen rutschten ebenfalls ins Minus, nachdem die Zahlen zur Verbraucherstimmung der wichtigsten Volkswirtschaften der EU, Deutschland und Frankreich, mäßig ausfielen.

In Euro notierten die Preise für Anlagegold schwächer und sanken wieder auf 1166 Euro je Feinunze, 20 Euro unter den Höchstwerten, die noch letzten Mittwoch verzeichnet wurden.

Nachdem das Austrittsabkommen der Premierministerin mit der EU bereits zum zweiten Mal durch das britische Parlament abgelehnt wurde, versprach Theresa May der konservativen Partei einen heute eine Abstimmung, um einen „harten Brexit ohne Abkommen am 29. März zu verhindern“, nachdem die britische Labourpartei am Abend zuvor darauf gedrängt hatte.

Nun unter der Führung des Langzeit-EU-Gegners und Sozialisten Jeremy Corbyn, bestätigte die Partei, Labour werde "sich zugunsten einer Volksabstimmung aussprechen, um einen Brexit unter der konservativen Partei zu verhindern."

"Wie und wann Großbritannien aus der EU austritt, ist alles andere als geregelt,” besagt die jüngste Meinungsumfrage der GkF in Deutschland, aus der auch die wachsende Ungewissheit deutscher Haushalte hinsichtlich des „Handelskrieg zwischen Europa, China und den USA hervorgeht.“

"Wirtschaftliche Erwartungen fallen weiter ins bodenlose."

Die französiche Agentur Insee berichtete indes, die „Angst vor Arbeitslosigkeit“ französischer Haushalte habe stark abgenommen, wohingegen verstärkt Inflationsängste auf die Verbraucherstimmung drückten.

Insgesamt, liegt die Verbraucherstimmung "unter ihrem langfristigen Durchschnitt", der in der folgenden Grafik mit 100 dargestellt ist.

Währenddessen sorgte ein Wortgefecht zwischen den Konkurrenten Barrick und der Geschäftsleitung Newmonts in der Branche für Aufruhr. Barrick, die Nummer eins unter den Goldförderern hofft auf eine “feindliche Übernahme” des zweitgrößten Förderers und hatte ein Angebot über 16 Milliarden Dollar vorgelegt.

Der weltweit drittgrößte Goldförderer AngloGold Ashanti versuche indes Vermögenswerte zu veräußern statt aufzukaufen, bestätigte der Vorstandsvorsitzende (ehemals Geschäftsführer von Barrick) Kelvin Dushnisky am Dienstag.

"Hinsichtlich des Vermögensbestandes zählt vor allem das Langzeitpotenzial...[ansonsten] sollte aus strategischen Gründen desinvestiert werden."

Adrian Ash ist Head of Research / Leiter der Forschungsabteilung bei BullionVault, der weltweit führenden Handelsplattform für physische Gold- und Silberbarren. Zuvor war er Redaktionsleiter bei Fleet Street Publications und City-Korrespondent für das Daily Reckoning. Er ist u.a. regelmäßiger Autor für Forbes und BBC. Außerdem ist seine Meinung als Goldmarkt-Experte bei renommierten Medien und Finanzdienstleistern wie der Financial Times, The Economist, Bloomberg und dem Stern gefragt.    Sehen Sie hier alle Artikel von Adrian E.Ash

Hinweis: Der Inhalt dieser Webseite ist dazu gedacht, den Leser zum Nachdenken über wirtschaftliche Themen und Ereignissen anzuregen. Aber nur Sie selbst können entscheiden, wie Sie Ihr Geld anlegen und tragen die alleinige Verantwortung hierfür. Informationen und Daten können zudem durch aktuelle Ereignisse bereits überholt sein und sollten durch eine zusätzliche Quelle bestätigt werden, bevor Sie investieren.

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