Gold News

Goldpreise steigen, während der Dollar vor der Fed-Entscheidung einbricht

Die Goldpreise kletterten am Mittwochvormittag auf 1277 USD je Feinunze, den höchsten Stand seit vier Tagen, während gleichzeitig der Dollar vor der lang-erwarteten Entscheidung der US-Notenbank fiel. Zuvor wurden Wirtschaftsdaten veröffentlicht, die schwächer als erwartet ausfielen.

Die US-Einzelhandelsumsätze fielen im Mai um 0,3% gegenüber dem Vormonat, obwohl Analysten zuvor einen Anstieg voraussagten. Des Weiteren verlangsamte sich die Verbraucherpreisinflation, was den offiziellen Index seit letztem Monat um 0,1% nach unten brachte. Ebenso blieben die steigenden Lebenshaltungskosten mit 1,9% pro Jahr leicht unter den prognostizierten 2,0%.

Silber stieg ebenso an wie Gold und wurde zu 17,24 USD je Feinunze gehandelt. Dadurch machte es rund 1% der zuvor in dieser Woche verlorenen 2,8% wieder gut.

Gleichzeitig ging weltweit der Wert von Aktien weiter nach oben, nachdem an der New Yorker Börse in der Nacht zuvor ein neues Rekordhoch erreicht wurde, während auf den Devisenmärkten der US-Dollar stark einbrach. Der Euro kam unterdessen näher an das 7-Monatshoch von Anfang Juni von 1,12 gegenüber dem Dollar heran.

US-Medien berichteten, dass bei einem Baseball-Training Schüsse auf den republikanischen Politiker Steve Scalise abgefeuert wurden, wobei dieser und mehrere weitere Menschen verletzt wurden.

„Bereits ab der ersten Zinserhöhung im Dezember 2015 hat der Dollar weitestgehend die Zinsanhebungen ignoriert“, schreibt Stratege Steven Barrow von der ICBC Standard Bank.

Mit Hinweis auf den „Tapering-Wahn“ in 2013 und die anschließende Verzögerung der eigentlichen Zinsanhebung der Fed in 2014-2015 erklärt Barrow:

„Die Phase, in der die Geldpolitik eine Währung am meisten Auftrieb verleihen kann, ist, wenn die Zentralbank die Zinsanhebung vorbereitet […] und nicht, wenn die Zinserhöhung tatsächlich stattfindet.“

Auch die europäische Zentralbank müsse Signale setzen, dass sie ihre expansive Geldpolitik bald drosseln werde, fügt Barrow hinzu. „Dieser Vorgang könnte bis zu zwei Jahren dauern, aber es ist durchaus möglich dass in dieser Zeit der Euro bis auf 1,30 gegenüber dem Dollar steigt.“

Das einzige Mal, dass der Euro jemals von 1,12 USD Auf 1,30 USD anstieg, war in den 18 Monaten ab Mai 2003.

Gold, gemessen in Dollar, stieg in dieser Zeit um 31% von 340 USD auf 445 USD je Feinunze.

Gemessen in Euro, ging es für Gold damals immerhin noch um 12,5% nach oben.

Adrian Ash ist Head of Research / Leiter der Forschungsabteilung bei BullionVault, der weltweit führenden Handelsplattform für physische Gold- und Silberbarren. Zuvor war er Redaktionsleiter bei Fleet Street Publications und City-Korrespondent für das Daily Reckoning. Er ist u.a. regelmäßiger Autor für Forbes und BBC. Außerdem ist seine Meinung als Goldmarkt-Experte bei renommierten Medien und Finanzdienstleistern wie der Financial Times, The Economist, Bloomberg und dem Stern gefragt.

Hinweis: Der Inhalt dieser Webseite ist dazu gedacht, den Leser zum Nachdenken über wirtschaftliche Themen und Ereignissen anzuregen. Aber nur Sie selbst können entscheiden, wie Sie Ihr Geld anlegen und tragen die alleinige Verantwortung hierfür. Informationen und Daten können zudem durch aktuelle Ereignisse bereits überholt sein und sollten durch eine zusätzliche Quelle bestätigt werden, bevor Sie investieren.

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