Sowohl Gold als auch Silber wurden im Laufe der Geschichte als Währung in der ganzen Welt im Umlauf. Diese Edelmetalle wurden schon immer als Zahlungsmittel angenommen.
Der Einsatz der Regierungen hat Mitte den 20. Jahrhunderts die Rolle von Gold und Silber als Zahlungsmittel grundlegend geändert.
Beide diese Edelmetalle haben ihren inneren Welt beibehalten, v.a. da sich heutzutage der Begriff 'Geld' viel eher auf Banknoten und digitale Zahlen bezieht. Gold und Silber werden immer noch für ihr schönes Aussehen und ihre Rarität hoch geschätzt, aber sie werden nicht mehr dafür benutzt, Rechnungen zu begleichen oder Schulden abzubezahlen.
Ausserhalb des Silber- und Goldmarkts bleibt Gold jedoch nach wie vor hauptsächlich ein Vermögenswert. Investoren und Anleger kaufen Gold zur Wertaufbewahrung.
In der Tat hat der Grossteil des physischen Goldes, das in den schnell wachsenden Goldmärkten in Indien und in ganz Asien gekauft wird, die Form von breiten, schweren Goldketten und -armbänder, die als 'Anlageschmuck' bekannt sind.
Silber ist andererseits hauptsächlich ein industrieller Rohstoff. So wie bei Platin heisst das, dass die globale Nachfrage von Silber (anders als bei Gold) von anderen Metallen und neuen Technologien leicht ersetzt werden kann.
Platin kann von Palladium in Beschleuniger in der Autoindustrie ersetzt werden; Silber wurde schon von Edelstahl für Besteck ersetzt. Die Verwendung von Silber in der Fotografie fiel sehr stark nach der Einführung und der Verbreitung der ditigalen Fotografie. Gold als Wertaufbewahrungsmittel steht dagegen im starken Kontrast.
Die amerikanische Regierung hat bekannterweise die Verbindung zwischen Gold und Währungen bzw. dem US Dollar 1971 abgebrochen, als Präsident Richard Nixon im August das sogenannte Goldfenster schloss. Aber der US Finanzminister hatte zu dem Zeitpunkt die Verbindung zwischen Silber und dem US-Währungssystem schon acht Jahre davor abgebrochen.
Im Juni 1963 hörte das US-Finanzministerium auf, Silberzertifikate gegen physisches Silber zu wechseln. Daraufhin folgten sieben Jahre lang enorme Silberverkäufe. Und während kurz nach Silber auch noch Gold von dem offiziellen Weltwährungssystem entfernt wurde, führten die wichtigesten Zentralbanken fort, enorme Mengen an Gold - nicht Silber! - als Währungsreserven zu kaufen und zu lagern.
Die Goldreserven der Zentralbanken machen jetzt ein Fünftel des ganzen weltweit je minierten Goldes aus. Die US-Behörden alleine haben über 8.000 Tonnen Gold im Wert von über €169,2 Mio. oder $236 Mio. (Juni 2009).
Im Gegensatz dazu 'lagert keine Zentralbank physisches Silber als Währungsreserve', schreibt Gary North bei Mises.org. 'Silber hat seinen Wert als Währung verloren' und 'ist daher eher von den Bewegungen der Geschäftszyklen abhängig.'
Gold und Silber: Währung vs. Commodity
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